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StartAktuelles29. Oktober 2026

Was verlangen Cyber-Versicherer?

Wer eine Cyber-Versicherung abschließen oder verlängern will, bekommt zuerst einen Fragebogen. Darin geht es fast nur um Technik: Datensicherung, Zugänge, Updates, Notfallplan. Hier lesen Sie, was typischerweise gefragt wird und wo Unternehmen häufig stolpern.

Warum der Fragebogen so wichtig ist

Die Antworten bestätigt die Geschäftsführung mit ihrer Unterschrift, nach bestem Wissen und Gewissen. Stellt sich nach einem Angriff heraus, dass ein angekreuztes „Ja“ nicht stimmte, kann das die Leistung gefährden. Ein ehrlicher Fragebogen ist deshalb wichtiger als ein schöner.

Die Grundfragen

Für kleinere Unternehmen genügt oft ein kurzer Fragebogen mit Ja oder Nein. Typisch sind diese Punkte:

  • Eigene Zugänge: Jeder Mitarbeiter hat ein eigenes, passwortgeschütztes Konto, und nicht jeder darf alles.
  • Virenschutz: auf allen Geräten aktiv und automatisch aktuell.
  • Firewall: für alles, was aus dem Internet erreichbar ist, und für mobile Geräte.
  • Sicherheitsupdates: werden zeitnah eingespielt, nach einem festen Verfahren.
  • Keine veraltete Software: Programme und Betriebssysteme ohne Herstellersupport sind nicht mehr im Einsatz.
  • Datensicherung: mindestens wöchentlich, die Sicherung getrennt und geschützt aufbewahrt.
  • Wiederherstellung: mindestens einmal im Jahr geprüft, ob die Rücksicherung funktioniert.
  • Vorschäden: ob es in den letzten Jahren Angriffe oder Datenpannen gab.

Was zusätzlich gefragt wird

Bei höheren Summen und bei der jährlichen Verlängerung werden die Fragen genauer:

  • Zwei-Faktor-Anmeldung für jeden Zugriff von außen, also VPN, Webmail und Fernzugriff.
  • Offline-Backup: eine Sicherung, die vom Firmennetz getrennt ist. Wer das verneint, muss seine Backup-Strategie beschreiben.
  • Fernzugriff absichern: Remotedesktop nicht offen im Internet, sondern nur mit zusätzlichem Schutz.
  • E-Mail-Filter und erweiterter Schutz vor gezielten Angriffen.
  • Schulungen: regelmäßig, auch mit Phishing-Übungen.
  • Getrennte Admin-Konten: Administratoren arbeiten im Alltag mit einem normalen Konto.
  • Erzwungene Updates für kritische Lücken auf allen Arbeitsplätzen.
  • Altsysteme: Wenn noch etwas ohne Support läuft, darf es nicht mit dem Internet verbunden sein. Wer beim Hersteller verlängerten Support gekauft hat, gilt als versorgt.
  • Produktion getrennt: Maschinen und Steuerungen in einem eigenen Netz, ohne direkten Zugriff aus dem Büronetz.
  • Endpoint-Schutz und Überwachung: welche Lösung im Einsatz ist und ob jemand die Meldungen auswertet, im Idealfall rund um die Uhr.
  • Schwachstellenscans und Penetrationstests, deren Ergebnisse bewertet und abgearbeitet werden.
  • Notfallplan: vorhanden, aktuell und in den letzten zwölf Monaten geübt.

Dazu kommen Angaben zum Unternehmen, etwa Umsatz, Anteil des Online-Geschäfts und die Zahl gespeicherter personenbezogener Daten.

Typische Stolperfallen

  • Backup im selben Netz: Die Sicherung läuft jede Nacht, liegt aber auf einem Gerät im Firmennetz. Ransomware verschlüsselt sie gleich mit.
  • Zwei-Faktor nur halb: Microsoft 365 ist abgesichert, das VPN oder der Fernwartungszugang aber nicht.
  • Der vergessene Rechner: Ein PC an einer Maschine oder ein alter Server läuft noch mit einem Betriebssystem ohne Updates.
  • Test nie gemacht: Die Sicherung meldet „erfolgreich“, eine Wiederherstellung wurde aber nie ausprobiert.
  • Notfallplan nur im Kopf: Ohne schriftlichen und geübten Plan lautet die ehrliche Antwort „Nein“.

So füllen Sie den Fragebogen aus

  • Gemeinsam mit der IT: Gehen Sie den Fragebogen mit Ihrem IT-Dienstleister durch, Frage für Frage.
  • Kommentarfelder nutzen: Ein „Nein“ mit Erklärung und Termin, bis wann es erledigt ist, ist besser als ein geschöntes „Ja“.
  • Nachweise sammeln: Protokoll des letzten Wiederherstellungstests, Liste der Zugänge mit Zwei-Faktor, aktueller Notfallplan.
  • Früh anfangen: Lücken lassen sich oft in wenigen Wochen schließen, aber nicht in den zwei Tagen vor Fristablauf.

Wo stehen Sie?

Unser IT-Check fragt in drei Minuten die wichtigsten Punkte ab, die auch Versicherer wissen wollen. Sie erhalten einen Maßnahmenplan und das Ergebnis als PDF, anonym in Ihrem Browser. Gern gehen wir den Fragebogen Ihres Versicherers auch gemeinsam mit Ihnen durch und schließen die Lücken, etwa mit unveränderlicher Datensicherung, Zwei-Faktor-Anmeldung, der voneo Firewall und einem Wartungsvertrag, in dem wir Updates und Datensicherung überwachen.

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